Kein Kavaliersdelikt - Mobbing

Was ist Mobbing?

Der Begriff Mobbing wurde von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz geprägt, der sich mit dem Verhalten von Tieren beschäftigte. Mit Mobbing bezeichnete er einen Gruppenangriff auf einen überlegenen Gegner. Zum Beispiel einen Angriff von vielen Gänsen auf einen Fuchs. Später wurde der Begriff in die Psychologie übernommen und wird heute im Allgemeinen für direkte oder indirekte Angriffe auf eine Person in der Arbeitswelt verwandt.

Wie oft kommt Mobbing vor?

Mobbing ist ein häufiges Phänomen. Auch in unserer Praxis erleben wir es fast täglich, dass sich jemand in einer solchen Situation vorstellt. Ungefähr jeder Zehnte wird mindestens einmal im Leben gemobbt. Und Mobbing schadet der Gesundheit. Etwa die Hälfte der Mobbing-Opfer erkranken und viele sind länger als 6 Wochen krank.

Was sind die typischen Krankheitszeichen?

Oft kommt es zu einer starken Unlust und Demotivation am Arbeitsplatz. Man ist gereizt, nervös und entwickelt ein starkes Mißtrauen gegenüber den Kolleginnen und Kollegen. Leistungs- und Denkblockaden können ebenso zu dem Krankheitsbild gehören wie auch Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit oder Angstzustände und Depressionen.

Mobbing führt oft zu sozialer Isolation. Auch die Familie leidet. Hier kommt es zu häufigem Streit und Aggressivität. Ausserdem kann Mobbing aufgrund von Krankheit und ggf. Verlust des Arbeitsplatzes zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen.

Was kann ich gegen Mobbing tun?


Selbstverständlich beraten wir Sie gerne in unserer Praxis. Hier haben wir eine aufgrund der Häufigkeit des Krankheitsbildes umfangreiche Erfahrung. Falls eine spezialisierte Hilfe erforderlich wird, helfen wir, Sie weiter zu vermitteln.

Sollten Sie bestimmte Vorsorgeangebote der Krankenkassen nicht nutzen, kann Sie das unter Umständen teuer zu stehen kommen.

Betroffen hiervon sind zunächst die nach dem 01.04.1987 weiblich Geborenen und die nach dem 01.04.1962 männlich Geborenen. Sollte bei Ihnen eine chronische Erkrankung auftreten, werden Sie nicht von der Zuzahlungspflicht befreit, sondern müssen bis zu 2% Ihres Jahresgehaltes an Zuzahlungen leisten.

Dabei gilt, dass die Vorsorgeuntersuchung als in Anspruch genommen gilt, wenn Sie sich über die jeweiligen Früherkennungsmaßnahmen vom Arzt beraten ließen, wenn Sie das erforderliche Anspruchsalter erreicht haben. Die Beratung muss innerhalb von 2 Jahren nach Erreichen der jeweiligen Altersgrenze durch einen Arzt erfolgen, der auch berechtigt ist, die Untersuchung durchzuführen.

Die Beratungspflicht besteht vorerst nur für die Früherkennung von Brustkrebs, Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

 

Wer und wann kann an der Untersuchung teilnehmen?

Ab dem 01.07.2008 wird es für alle Kassenpatienten nach dem Willen des G-BA (Gemeinsamen Bundesausschusses) eine standartisierte Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung ab dem Alter von 35 Jahren geben. Die Untersuchung wird alle 2 Jahre kostenlos durch uns durchgeführt.

Wie häufig tritt Hautkrebs überhaupt auf?

Laut G-BA erkranken in Deutschland etwa 120.000 Menschen an den verschiedenen Formen des Hautkrebs. In der Gemeinde Grasberg mit einer Einwohnerzahl von ca. 7.700 treten damit statistisch gesehen ca. 11 Hautkrebsfälle im Jahr neu auf. Allein am malignen Melanom sterben jährlich etwa 2.000 Menschen bundesweit. Rechnet man dies auf die Einwohnerzahl von Grasberg an, verstürbe in Grasberg statistisch gesehen alle 5 Jahre ein Mensch allein an diesem besonders bösartigem Hauttumor.

Für eine Vorsorgeleistung bestand für Kassenpatienten bisher kein gesetzlicher Anspruch. Sie musste als IGeL (Individuelle Gesundheits-Leistung) aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Kosten hierfür lagen zwischen 40 und 70 Euro. Privat Krankenversicherte erhielten die Untersuchung schon längst erstattet. Das Hautkrebsvorsorgeprojekt ist weltweit einmalig. Bisher liegen noch keine Erfahrungen mit einer so gross angelegten Hauskrebsvorsorge vor. Das Hautkrebsvorsorgeprojekt ist zunachst für 5 Jahre befristet. Der Erfolg der Vorsorgeuntersuchung wird dann überprüft und das Projekt gegebenenfalls verlängert. Experten und die Deutsche Krebshilfe empfehlen einen jährlichen Rhythmus der Vorsorgeuntersuchung. Denn innerhalb von 2 Jahren kann sich ein bösartiger Hauttumor so stark vergrössern, dass er Tochtergeschwülste in anderen Organen bilden kann. Dadurch wird die Prognose deutlich verschlechtert.

Wer führt Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen durch?

Die Untersuchung darf nur von bestimmten, von der Kassenärztlichen Vereinigung genehmigten Ärzten durchgeführt werden. Zur Erlangung der Genehmigung ist die Teilnahme an einer zertifizierten Fortbildung notwendig. Selbstverständlich besitzen wir diese Genehmigung.

Wie wird die Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung durchgeführt? Falls Sie sich für eine Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung entschieden haben, vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Praxis.

Wir führen die Vorsorgeuntersuchung nach den Krebsfrüherkennungsrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses durch. Die Richtlinien finden Sie, wenn Sie auf das unten stehende Emblem klicken. Im Text dann ab Seite 18.

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.....und nur wenige nehmen an der Vorsorgeuntersuchung teil

Wie gross ist das Risiko, dass es mich trifft?

Jährlich sterben in Deutschland ca. 10.000 Männer am Prostatakrebs und es werden jedes Jahr 50.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Damit ist der Prostatakrebs zur häufigsten bösartigen Erkrankung beim Mann geworden. Für die Gemeinde Grasberg bedeutet dies, dass jedes Jahr ca. 4-5 Männer erkranken und gut jedes Jahr ein Mann daran verstirbt.

Was kann ich dagegen tun?

Um das Risiko eines schweren Verlaufes zu verringern und den Krebs zu entdecken bevor Tochtergeschwüre auftreten können, gibt es die sogenannte rectale Untersuchung. Dabei wird die Prostata durch den Enddarm vom Arzt abgetastet. Ausserdem kann im Blut ein Laborwert, das PSA - Prostataspezisches Antigen -, bestimmt werden. Sind ca. 100% aller Männer zur PSA-Bestimmung bereit, schrecken ca. 75% vor der Austastung des Enddarmes zurück. Dabei wird nur diese Untersuchung von den Krankenkassen übernommen. Sie ist, trotzdem sie für den zu Untersuchenden oft als unangenehm empfunden wird, wichtig.

Denn: die gutartige Prostatavergrösserung macht frühzeitig Beschwerden. Hierbei kommt es zu erschwertem Wasserlassen. Der bösartige Prostatakrebs hingegen führt erst in einem späten Stadium zu Veränderungen. Er wächst meist nicht in der Nähe der Harnröhre, sondern in Enddarmnähe, so dass dieser nur ertastet werden kann. Allerdings wachsen bei einem auffälligen Tastbefund schon ca. die Hälfte aller Tumore organüberschreitend. Dennoch wird durch die rectale Austastung des Enddarms eine beachtliche Zahl an bösartigen Veränderungen rechtzeitig erkannt. Nehmen Sie daher ab dem 45. Lebensjahr an der jährlichen Prostatakrebsvorsorge teil

Was bringt die Bestimmung des PSA-Wertes?

Gleich vorweg: Es ist schwierig, einen bösartigen Krebs allein durch eine Laboruntersuchung zu erkennen. Ein erhöhter PSA-Wert kann unter Umständen zu Verunsicherung führen und eine ganze Kette von diagnotischen Massnahmen nach sich ziehen. Denn mit einem erhöhten PSA-Wert ist ein bösartiger Tumor noch lange nicht nachgewiesen. Auch ein negativer PSA-Wert einen bösartigen Tumor nicht hundertprozentig ausschliessen kann. Mit anderen Worten: Der PSA-Wert ist ein Mosaikstein in der Vorsorgediagnostik oder der Verlaufskontrolle und bedarf in der Zusammschau mit anderen diagnostischen Massnahmen der geschulten Interpretation. Er kann die rectale Untersuchung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Denn: nur jeder 3. bis 4. Mann mit einem erhöhten PSA-Wert hat tatsächlich einen bösartigen Tumor. So liegt der Vorhersagewert bei leicht erhöhten Werten (PSA zwischen 2 und 4 ng/ml) nur bei 10%. Das heisst, dass nur jeder zehnte Mann bei leicht erhöhten Werten tatsächlich einen Prostatakrebs hat.

Bei mittelstark erhöhten Werten (PSA zwischen 4 und 10 ng/ml) hat jeder 4. Mann einen bösartigen Tumor. Und bei stark erhöhten Werten (ab 10 ng/ml) steigt die Wahrscheinlichkeit, einen bösartigen Prostatatumor zu haben auf 50% an.

Fazit: Durch eine einmalige Bestimmung des PSA-Wertes kann man einen bösartigen Tumor nicht nachweisen. Wichtiger als die einmalige Bestimmung scheint die individuelle PSA-Dynamik zu sein. Im Laufe des Lebens kommt es allmählich zu einem Anstieg des PSA im Blut. Die Anstiegsgeschwindigkeit im Laufe der Jahre ist anscheinend ein wichtiger Parameter. So kommt es bei 95% der Männer ohne Prostatakrebs zu einem Anstieg von weniger als 0,75 ng/ml pro Jahr, während es so zu sein scheint, dass Männer mit Prostatakrebs eine schnellere Anstiegsgeschwindigkeit haben. Hierzu liegen aber noch unzureichende Daten vor. Eventuell werden dieses Jahr Ergebnisse von Studien veröffentlicht, die dies bestätigen. Sollte sich dies bestätigen, würde dem Verlauf des PSA-Wertes ein erhöhter Wert in der Diagnostik zukommen. Daher empfehlen wir Ihnen, die PSA-Bestimmung regelmässig neben der rectalen Untersuchung durchführen zu lassen. Selbstverständlich bieten wir eine solche Untersuchung an. Da sie allerdings nicht von den Krankenkassen übernommen wird, gehört sie in den Bereich der sogenannten .

 

Wie häufig ist Darmkrebs?

Ab dem 55. Lebensjahr nimmt die Wahrscheinlichkeit, an einem Darmkrebs zu erkranken, zu. Sie liegt ab diesem Alter bei 1:33.

Wie entsteht Darmkrebs?

Er entsteht aus Darmpolypen, die sich in einem Zeitraum von mindestens fünf bis zehn Jahren über verschiedene Vorstufen zu einem bösartigen Geschwür entwickeln können. Bis die ersten Beschwerden entstehen, können noch einmal zehn Jahre vergehen. Werden die Vorstufen des Krebses entfernt, kann kein Krebs entstehen.

Welche Möglichkeiten der Vorsorge gibt es?

ALS MÖGLICHKEITEN DER VORSORGE BESTEHEN o DER PAPIERSTREIFENTEST o DIE DARMSPIEGELUNG

DER PAPIERSTREIFENTEST WIRD ZWISCHEN DEM 50. UND 54. LEBENSJAHR JÄHRLICH VON DEN KRANKENKASSEN ALS VORSORGELEISTUNG ÜBERNOMMEN. SOLLTEN SIE SICH NICHT FÜR EINE DARMSPIEGELUNG AB DEM 55. LEBENSJAHR ENTSCHIEDEN HABEN, WIRD ER AB DANN ALLE 2 JAHRE DURCHGEFÜHRT.

HIERBEI WIRD DER STUHL AUF MIT DEM AUGE NICHT SICHTBARE BLUTSPUREN UNTERSUCHT. DIE TESTBRIEFCHEN ERHALTEN SIE KOSTENLOS IN UNSERER PRAXIS. AUF DIESE TRAGEN SIE ZU HAUSE AN DREI TAGEN KLEINE STUHLPROBEN AUF. WIR UNTERSUCHEN DIE PROBEN IN UNSEREM LABOR, WOBEI WIR SELBST KLEINSTE BLUTSPUREN NACHWEISEN KÖNNEN.

Allerdings: Der Nachweis von Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben. So kann Blut auch bei kleinsten Magenblutungen oder bei Blutungen aus Hämorrhoiden nachgewiesen werden. Manchmal zeigt sich auch nach dem Verzehr von Fleisch, bestimmten Gemüsesorten, Eisentabletten, Aspirin u.a. ein Testergebnis, das so aussieht, als wäre Blut im Stuhl. Außerdem kann auch wenn wir kein Blut im Stuhl nachweisen ein Darmkrebs, der eben nicht blutet, vorhanden sein. Denn: Ein bösartiger Tumor kann bluten, er muss es aber nicht.

Die Darmspiegelung wird zwischen dem 55. und dem 75. Lebensjahr alle 10 Jahre von der Krankenkasse als Vorsorgeleistung übernommen.

Falls Sie sich darüber beraten lassen wollen, kommen Sie bitte in unsere Praxis. Die Darmspiegelung selbst können wir leider nicht durchführen. Hierzu werden wir Sie per Überweisungen an einen entsprechenden Facharzt weiterleiten.


BEI DER DARMSPIEGELUNG WERDEN IN FAST 100% ALLE DARMKREBSVORSTUFEN ERKANNT UND ENTFERNT. INFORMATIONEN ZUM THEMA DARMKREBS FINDEN SIE AUF DEM MERKBLATT DES GEMEINSAMEN AUSSCHUSSES. DIES KÖNNEN SIE SICH ALS PDF-DATEI HERUNTERLADEN, WENN SIE UNTEN STEHENDES SYMBOL ANKLICKEN: